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Wie viel müssen Sie wirklich jeden Monat sparen?

Jedes finanzielle Ziel läuft auf dieselbe Frage hinaus: wie viel pro Monat, und wie lange? Die Antwort ändert ihren Charakter je nach Horizont — auf kurzen Strecken machen Sie die ganze Arbeit, auf langen erledigt der Zinseszins das meiste.

Bei Zielen unter etwa fünf Jahren hilft Wachstum kaum. 20.000 € Eigenkapital in vier Jahren sind im Wesentlichen 20.000 € ÷ 48 Monate ≈ 420 € im Monat; selbst auf einem ordentlichen Tagesgeldkonto steuern Zinsen nur wenig bei. Das ist in Ordnung: Bei kurzem Horizont ist das Konto ein Aufbewahrungsort, kein Motor. Halten Sie das Geld in Bargeld oder Äquivalenten, denn ein schlecht getimter Markteinbruch von 20 % im Jahr des Immobilienkaufs ist ein Risiko ohne Gegenwert.

Bei langem Horizont kehrt sich das Bild um. Als Faustregel bei 7 % Wachstum pro Jahr: 100.000 € zu erreichen kostet rund 1.400 € monatlich über 5 Jahre, 580 € über 10, 190 € über 20 und 80 € über 30 Jahre. Lesen Sie das noch einmal: Die 30-Jahres-Variante kostet weniger als ein Essen zum Mitnehmen pro Woche. Die Zeit erledigt fast alles — von den 100.000 € sind weniger als 30.000 € Geld, das Sie tatsächlich eingezahlt haben.

Dieselbe Logik erklärt, warum früh anfangen schlägt, hart zu sparen. 500 € monatlich über 30 Jahre bei 7 % bauen über 600.000 € auf, davon nur 180.000 € Einzahlungen. Zehn Jahre zu warten und dann 750 € monatlich über 20 Jahre zu sparen zahlt exakt dieselben 180.000 € ein — endet aber bei rund 390.000 €. Die fehlenden 220.000 € sind der Preis des Jahrzehnts.

Passen Sie das Vehikel dem Horizont an: Bargeld für Ziele innerhalb von fünf Jahren, investierte Portfolios für Ziele jenseits von zehn, und eine Ermessensentscheidung — meist eine Mischung — dazwischen. Wenn ein fernes Ziel näher rückt, wird es allmählich zu einem nahen Ziel, und sein Geld sollte entsprechend konservativer werden.

Und dann automatisieren Sie. Ein Ziel mit Dauerauftrag ist ein Plan; ein Ziel ohne ist ein Wunsch. Legen Sie die Überweisung auf den Gehaltstag, prüfen Sie den Betrag einmal im Jahr und lassen Sie die langweilige Mechanik laufen.

Wenn Sie die Zahlen für Ihre eigenen Ziele wollen statt runder Beispiele: Genau dafür ist eine Wachstumsprognose da. Setzen Sie Ziel, Horizont und eine realistische Rendite, und lesen Sie den Monatsbeitrag ab — und streiten Sie dann über die Annahmen, denn dort wohnen alle interessanten Entscheidungen.

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