Finanzen in mehreren Währungen waren früher selten. Wenn Sie heute im Ausland leben, remote arbeiten, als Freiberufler internationale Kunden haben oder schlicht Ersparnisse in zwei Ländern halten, führen Sie einen Mehrwährungshaushalt — ob geplant oder nicht.
Die erste zu klärende Frage lautet: Was ist Ihre Berichtswährung? Das ist die Währung, in der Sie Ihr Gesamtvermögen ausgedrückt haben wollen. Meist ist es die Währung Ihres Wohnorts, aber nicht immer. Wählen Sie eine und bleiben Sie dabei — hin und her zu wechseln macht Ihre Verlaufslinien unruhig und verfälscht jeden Vergleich.
Jedes Konto bleibt in seiner eigenen Währung. Rechnen Sie Salden nicht von Hand um und speichern Sie nicht den umgerechneten Wert — Sie verlieren die Quelle der Wahrheit und backen den Wechselkurs eines einzelnen Tages in Ihre Historie ein. Speichern Sie Salden nativ und rechnen Sie erst bei der Anzeige um.
Wechselkursschwankungen sind real, über ein bis zwei Jahre aber selten katastrophal. Eine Bewegung von 5 bis 10 % bei einem ausgewogenen Portfolio ist normales Rauschen. Wenn eine einzelne Währung einen sehr großen Teil Ihres Vermögens ausmacht, ist das ein Klumpenrisiko, das man kennen sollte — aber kein Grund, jedes Quartal panisch umzuschichten.
Eine praktische Faustregel: Halten Sie Ausgabengeld in der Währung, in der Sie ausgeben, halten Sie langfristige Anlagen in einem global gestreuten Portfolio (das Ihnen bereits eine implizite Währungsstreuung gibt), und versuchen Sie nicht, Wechselkurse zu timen. Die einfache Variante reicht fast immer.