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Budget··5 Min. Lesezeit

Budgetieren ohne die Angst

Budgetieren hat ein bekanntes Fehlermuster. Sie legen zu Monatsbeginn voller Entschlossenheit zwanzig Kategorien an. In der dritten Woche haben drei davon ihre Grenzen gesprengt. Alles wird rot. Sie fühlen sich schlecht. Sie schauen nicht mehr hin.

Das Problem sind selten die Ausgaben. Es ist die Auflösung. Zwanzig Kategorien heißt zwanzig Dinge zu verfolgen, zwanzig Dinge, an denen man scheitern kann, zwanzig Kästchen, die in einem normalen Monat mit normalen Schwankungen rot werden.

Eine bessere Voreinstellung sind fünf oder sechs Kategorien, die groß genug sind, einen typischen Monat aufzufangen: Wohnen, Lebensmittel, Mobilität, Freizeit, Abos, Sparen. Wenn Ihre Freizeitausgaben von Monat zu Monat um ±30 % schwanken, setzen Sie das Budget dorthin, wo der Durchschnittsmonat liegt, und akzeptieren Sie, dass manche Monate darüber und manche darunter liegen. Genau das ist ein Durchschnitt.

Prüfen Sie monatlich, nicht täglich. Ein monatlicher Check liefert Trends — drei Monate Überschreitung in derselben Kategorie sind ein Signal. Ein täglicher Check liefert Rauschen.

Und schließlich: Ein Budget ist kein moralischer Rahmen. In einer Kategorie zu überziehen macht Sie nicht zu einem schlechten Menschen. Meist heißt es, dass das Budget falsch angesetzt war, der Monat ungewöhnlich — oder beides. Anpassen und weitermachen. Der Sinn des Nachhaltens ist zu wissen, nicht zu bestrafen.

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